SAMBAR | LINSEN-GEMÜSE-GERICHT

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Sambar» ist eine südindische Beilage von suppiger Konsistenz auf Basis von Linsen, Tamarinde und etwas Gemüse.
Meistens zu Dosas (dünne Fladenbrote), Vadai (frittierte Teigringe) oder Idli (gedämpfte Reis-Linsen-Küchlein) als Frühstück serviert.
Mit viel Gemüse gekocht, wird es zu einem reichhaltigen «Gemüse-Sambar», zusammen mit Reis als Hauptgericht.

Wie fast alle indischen Zubereitungen basiert auch dieses Gemüse-Gericht auf einer wunderbar duftenden Gewürzmischung.
Wer also einen gut sortierten Gewürzschrank hortet, kann die eine oder andere – vielleicht eher selten verwendete – Zutat daraus hervorholen. Bockshornklee-Samen zum Beispiel. Oder die indischen Linsenarten «Urad Dal» (weisse, gespaltene Linsen), «Chana Dal» (das sind kleine, gespaltene Kichererbsen), und auch auf den Vorrat an roten Linsen kann man wieder einmal zurückgreifen!

GEMÜSE-SAMBAR
LINSEN-GEMÜSE-GERICHT  

Südindische Küche
4 Portionen als Hauptmahlzeit

• 400 g Langkorn­reis
• 1/2 TL Kurkuma­pulver
• 100 g Masoor Dal = rote (orange) Linsen
• 1/2 TL Salz
• Wasser

1REIS UND LINSEN:
Reis waschen, abgetropft mit Kurkuma und Wasser entweder im Reiskocher (440 ml Wasser) oder in der Pfanne (900 ml Wasser) garen.
Rote Linsen sehr gut waschen, knapp mit Wasser bedecken, salzen, aufkochen.
Auf kleinem Feuer köcheln lassen, bis alle Flüssigkeit aufgenommen worden ist und die Linsen etwas zerfallen (= 250 g).

• 1 EL Urad Dal
• 1 EL Chana Dal
• 2 TL Koriander­körner
• 1/4 TL schwarze Pfeffer­körner
• 1 TL Kreuz­kümmel
• 1/4 TL schwarze Sesam­samen
• 3 Nelken
• 1/8 TL Bockshorn­klee-Samen
• 3 cm Zimt­stange
• 3 rote, getrocknete Chili­schoten
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• 2 EL getrocknete Kokos­raspel

2MASALA | GEWÜRZ­MISCHUNG:
Gewürze in einer kleinen Bratpfanne leicht rösten, bis alles zu duften beginnt.
Erst jetzt die Kokosraspel mitrösten, bis diese etwas Farbe annehmen.
Auskühlen lassen.
In der Kräutermühle fein mahlen.

• 50 g kleine Schalotten
• 100 g Tomaten
• 100 g kleine, Ei-grosse Auberginen
• 75 g grüne Bohnen  
• 1 roter Peperoncino
• 150 g Kartoffeln
• 1–2 EL Tamarinden-Konzentrat
• 30 g Erbsen (TK)
• 30 g Cashew-Kerne

3BEREITSTELLEN:
• Schalotten schälen.
• Tomaten grob würfeln.
• Auberginen in Spalten schneiden, in leichtes Salzwasser legen, damit sie nicht braun werden.
• Bohnen in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.
• Peperoncino längs halbieren, entkernen, in Stücke schneiden.
• Kartoffeln schälen, ca. 2 cm gross würfeln.
• Tamarinden-Konzentrat bereitstellen.
• Erbsen auftauen.
• Cashew halbieren (geht nicht ganz so leicht, wie bei Erdnüssen, aber die Kerne bestehen ebenfalls aus zwei Hälften!), in der Heissluft-Fritteuse bei 180 °C 6–8 Minuten (oder in einer beschichteten Pfanne) ohne Fett hellbraun rösten. 

• 1/2 TL schwarze (braune) Senf­körner
• 2 EL Ghee (Brat­butter)
• 1 Zweig Curry-Blätter, ca. 12 Blättchen

4ZUBEREITEN:
• Senfkörner im Ghee erhitzen, bis sie aufspringen.
• Curry-Blätter und Schalotten beigeben, anziehen.
• Auberginen abtropfen, mit einem Küchentuch gut trocknen. Samt Kartoffeln und Peperoncino dazugeben, mitdünsten. 
• Schliesslich Tomaten und Bohnen beigeben.

• 1/2 TL Salz
• Wasser

• Gewürzmischung dazugeben, salzen, mit Wasser auffüllen, bis gut bedeckt.
• Tamarinden-Konzentrat darunterrühren.
• Zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist.
• Schliesslich die Erbsen und die gekochten roten Linsen darunter­mischen.
• Nur noch heiss werden lassen.
• Mit den Cashewkernen bestreuen.

Dazu den Kurkuma-Reis servieren.

mittelscharf

Anmerkungen zur Zubereitung und zu den Rezepten:

  • Garzeiten vom Gemüse angepasst: lediglich bis alles gar, aber nicht verkocht ist (im Original bis zu 45 Minuten!).
  • Masoor Dal = rote (orange) Linsen, original wird Toor Dal verwendet, eine weitere Linsenart, die ich jedoch nicht hatte.
  • Urad Dal (weisse, gespaltene Linsen) und Chana Dal (kleine, gespaltene Kichererbsen) werden in der indischen Küche in kleinen Mengen oft verwendet. Sie tragen zur Konsistenz der Gerichte bei.
  • Gemüse je nach Saison und Verfügbarkeit: auch violette Auberginen, Karotten, Okraschoten oder Kürbis, Mini-Maiskölbchen usw.

Zur Information:
Mit dem gekochten Reis gemischt wird das Gericht zu «Sambar Sadam».
Eine fast identische Zubereitung – ebenfalls mit Reis gemischt – kommt als «Bisi Bele Bath» auf den Tisch.


Das Rezept passt gut zum laufenden Event auf Zorras «Kochtopf». Britta von «Brittas Kochbuch» sammelt darin Rezepte mit Hülsenfrüchten.

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Avatar von brittak65 brittak65 sagt:

    Lieber Felix, da läuft mir doch schon am frühen Morgen das Wasser im Mund zusammen. Für „indische“ Aromen bin ich immer gern zu haben und Dein Samar passt gänzlich in mein Beuteschema.
    Vielen Dank für das tolle Rezept.
    Britta

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    1. Avatar von FEL!X FEL!X sagt:

      Gerne, Britta!
      A propos früher Morgen: Sambar wird vor allem zum Frühstück gegessen (wie früh müsste ich dafür aufstehen?!).

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  2. Looks so delicious! These tiny eggplants are not available here. I need to think about what to use instead. 🙂

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  3. Spannend! Bei mir wird es leider schwierig mit den Gewürzen, da muss ich wohl online bestellen. Danke fürs Mitmachen.

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    1. Avatar von FEL!X FEL!X sagt:

      Gewürze und auch getrocknete Kräuter muss ich auch im Internethandel bestellen, ebenfalls diese Linsensorten, die in der thailändischen Küche nicht gebraucht werden.

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