Hier geht es um das südthailändische Gericht «Jor-rhaeng» {sprich: tschor-räng), welches meiner direkten Umgebung, dem Distrikt Takuapa, zugesprochen wird.
Im www wird man umsonst nach einem Rezept suchen, es gibt nur den Weg, sich hier in einer Küche vor Ort schlau zu machen.
Nachdem wir dieses leichte Curry mehrmals im «Double Tree» Restaurant genossen haben, galt es, in der Küche nachzufragen.
Hier sind die Köch:innen nicht so «etepetete», sie geben bereitwillig Auskunft und freuen sich, dass man ihren «Signature Dish» auch gerne mal zu Hause nachkochen möchte.

Wichtig ist bei «Jor-rhaeng», dass wirklich frische Kurkumawurzel und nicht etwa Pulver verwendet wird, die Wurzel ist in Asia-Shops erhältlich.
Gut vorbereitet, steht dieses Gericht im Nu auf dem Tisch.
Die Menge der Garnelen richtet sich danach, ob daneben noch weitere Thai-Gerichte serviert werden.
Wir geniessen es als Einzelgericht mit Reis und frischem Gemüse wie Gurken, Schlangenbohnen, Weisskohlspalten, kleinen Auberginen und Basilikum.
Diese regionale Spezialität ist mild (die Chilis müssen nicht mitgegessen werden!), einzigartig-aromatisch und wird alle begeistern!

JOR-RHAENG | จอแหร้ง
KOKOS-CURRY MIT KURKUMA UND CREVETTEN
authentisches Thai-Gericht
2 Portionen als Hauptgericht, bei mehreren Personen mit weiteren Thai-Gerichten servieren

• 40–50 g frische Kurkumawurzel

1BEREITSTELLEN:
Handschuhe anziehen!
Kurkuma unter fliessendem Wasser mit der Gemüsebürste gut abbürsten. Seitentriebe (auf dem Bild zu sehen) entfernen, Wurzeln schälen, in grobe Stücke schneiden, in einen kleinen Plastikbeutel legen.
Mit dem Wallholz leicht quetschen.
Tipps zum Umgang mit frischer Kurkumawurzel siehe nachstehend!
• ca. 10 kleine «Bird Eye» Chilis [พริกขี้หนู] ganz
• 1–2 Stängel Zitronengras
• 40–50 g Schalotten
• 2–3 Frühlingszwiebelchen
• 2 Limettenblätter

Chilis aufschlitzen.
Weisse und hellgrüne Teile vom Zitronengras in feine Ringe schneiden.
Schalotten in Lamellen schneiden, in 2 Hälften teilen.
Weisse und hellgrüne Teile der Zwiebelchen klein schneiden, Grün in Stücken zum Garnieren beiseitelegen.
Limettenblätter in haarfeine Streifen schneiden.
• 350 ml Kokosmilch
• 1 TL fermentierte Crevettenpaste
• 1 EL Fischsauce
• 1/2 EL Tamarinden-Konzentrat
• 1/2 EL Palmzuckersirup

2ZUBEREITEN:
Kokosmilch erhitzen, Crevettenpaste darin auflösen.
Weitere Zutaten samt den gequetschten Kurkuma-Stücken, Chilis, Zitronengras, der Hälfte der Schalotten und den Frühlingszwiebelchen 15 Minuten sanft köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden.
Abschmecken.
Kann bis hierher vorbereitet werden!
• 12–16 mittelgrosse Crevetten «Tail-on» (ca. 250 g)

3FERTIGSTELLEN:
Zweite Hälfte der Schalotten samt den Crevetten dazugeben, nur noch kurz köcheln lassen, sie sind im Nu gar.
Limettenblattstreifen darüberstreuen.
Nach Belieben mit Gurken, Schlangenbohnen, Flügelbohnen, Ei-grossen Auberginen (alles roh!), Basilikum und Jasminreis servieren.
mittelscharf (die Chilis müssen nicht mitgegessen werden!)
Tipp: dunklere, grüne Teile vom Zitronengras nicht entsorgen: sie können mit dem Reis gekocht werden und verleihen diesem eine angenehme Frisch-Note
Informationen zu Kurkuma
(Gelbwurz) kennen mit Sicherheit alle, auch wenn vielleicht lediglich vom Curry-Pulver, in dessen Mischung die gemahlene Wurzel farb-tonangebend ist.

Die Wurzel (botanisch korrekt: Rhizom) aus der Familie der Ingwergewächse wird denn auch vor allem wegen ihrer intensiv gelb färbenden Eigenschaft geschätzt obwohl sie sich auch aus gesundheitlicher Sicht als nützlich erweist. Anregend von Magensaft- und Galleproduktion wirkt die gelbe Wurzel nämlich auch entzündungshemmend, antioxidativ und ist selbst in der Krebsforschung nicht unbedeutend.
In ganz Asien ist Gelbwurz wichtiger Bestandteil von unzähligen Zubereitungen. Currys in Indien und Sri Lanka, gelber Reis (Nasi Kuning) in Indonesien, verschiedene gelbe Currys in Thailand, um nur ein paar wenige aufzuzählen.
In Thailand wird Kurkuma vor allem frisch verwendet. Beim Anbraten des geriebenen oder grob zerquetschten Rhizoms werden Aroma- und Farbstoffe freigesetzt. Der Geschmack unterscheidet sich deutlich von getrocknetem, gemahlenem Kurkuma, er bewegt sich in Richtung aromatisch-herb und leicht brennend.
Umgang mit frischer Wurzel:
Gelbwurz färbt intensiv! Die dünne Schale am besten unter fliessendem Wasser mit einem Messerrücken abschaben. Ohne die Wurzel selbst gross zu berühren in Stücke schneiden oder aber Handschuhe anziehen!
An Messerklingen bleibt ein Belag haften, der sich jedoch mit einem Küchenschwamm oder etwas Öl wieder entfernen lässt.
Erhältlich: in Asien-Geschäften mit Frisch-Gemüse.
Rezept gespeichert, das werde ich ganz bestimmt mögen.
Und es ist recht schwierig, hier an einigermaßen authentisches Thai-Essen zu kommen, leider. Selbst kochen ist meist besser.
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Freut mich, dass dir diese Zubereitung gefällt!
Du wirst lachen: auch für uns ist es nicht immer leicht – wir kennen hier nur eine Handvoll authentischer Thai-Küchen. Die meisten sind bei den bekannten Thai-Gerichten touristisch ausgerichtet: bloss nicht scharf, ja keine Garnelenpaste, Fischsauce = bäääh! Dafür Spaghetti bolo und Fritten.
Pizzerien und der bayerische weiss-blaue Stangerl-Wirt soll besuchen, wer mag!!!
Auch für uns ist selber kochen die erste Wahl. Und ein Schnitzel kann ich allemal auch selbst braten!
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This looks truly heavenly. I just wrote a post for a shrimp coconut curry for May — but it is Indian/Goan — so very different. Mark and I cannot wait to try this, Felix! Maybe as soon as this weekend.
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There are many ways for shrimps and coconut. This light curry has a special touch from fresh turmeric and lemongrass.
Both of you will like it!
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