MAISSÜPPCHEN MIT SOFRITO

am

In Reih’ und Glied
stehen sie auf dem Feld: die Maispflanzen.
Hier in Thailand auch beliebt für den Anbau im eigenen Garten.

Mais
ist ein Getreide, das ursprünglich aus Mexiko und Peru stammt. Er kann bis zu 3 Meter hoch werden. Damit ist Mais die grösste Getreideart, die es auf unseren Feldern gibt. Er zählt, wie andere heimische Getreidearten (z.B. Roggen, Weizen, Gerste und Hafer), zu den so genannten Süssgräsern. Je nach Sorte wachsen zwei bis vier Kolben pro Pflanze. 

Zuckermais 
oder Süssmais (Zea mays Saccharata-Gruppe) ist eine  Maissorte, die bis zur Reife ihren süsslichen Geschmack bewahrt und keinen ausgeprägten mehligen Anteil zeigt. Er ist reif, wenn beim Eindrücken eines Korns milchig-weisser Saft austritt.

Sofrito
(spanisch: leicht geröstet) ist eine traditionelle Zubereitung und Grundlage vieler Gerichte der spanischen Küche. Ich habe Sofrito ein bisschen asiatisch adaptiert und streue ihn über eine Suppe oder auch mal über einen Salat.

MAISSÜPPCHEN MIT SOFRITO

4 Portionen als Hauptgericht à ca. 250 g
6 Portionen als Vorspeise à ca. 150 g

MAISSÜPPCHEN:
2 ganze, noch zarte Mais­­kolben, samt den Hüll­­blättern (ca. 700 g)
etwas Olivenöl

1 Hüllblätter und Fäden (= Maisgriffel) von den Kolben entfernen. Werden die Hüllblätter zunächst zurückgeschlagen (wie man eine Banane schält!), können sie mit einer kräftigen Drehbewegung samt Stielansatz ganz einfach entfernt werden!
Kolben mit wenig Öl rundum einreiben, auf ein (Kuchen-)Blech legen.

Grillfunktion des Backofens auf volle Stufe schalten.

Blech in der Ofenmitte einschieben (nicht weiter oben, sonst werden die Körner trocken oder verbrennen!).

Unter gelegentlichem Wenden sanft rösten, bis die Körner nur leicht Farbe annehmen, was je nach Ofenleistung zwischen 15 und 25 Minuten dauert. Herausnehmen, zugedeckt abkühlen lassen, bis man die Kolben anfassen kann.

2 Kolben aufrecht in eine Schüssel stellen, mit einem scharfen Messer die Körner rundherum wegschneiden (ca. 350 g).
150 g der Körner als Einlage beiseitestellen.

1 kleine Zwiebel (30 g)
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote  
etwas Schnitt- oder Stangen­sellerie
1 EL Olivenöl

_____
350 ml Gemüse­bouillon

3 Gemüse hacken, im Öl kurz anziehen.
200 g der Maiskörner beigeben.

Mit der Bouillon ablöschen, 30–45 Minuten zugedeckt sanft köcheln lassen, bis die Körner sehr weich sind.

Im Mixer oder mit dem Zauberstab so fein pürieren, wie man mag.

250 ml Kokos­milch
200 ml Wasser (ungefähr)
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Mit der Kokosmilch auffüllen, etwas Wasser zur gewünschten Konsistenz beifügen.
Beiseitegestellte Maiskörner daruntermischen, abschmecken.
Warmstellen, oder vor dem Servieren nochmals sanft erhitzen.

SOFRITO:
1 roter Peperoncino
1 Knoblauch­zehe
3–4 Stängel glatte Peter­silie
1 Tr. Toast­brot
30 g Erdnüsse, ungeröstet
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle

4 Peperoncino längs halbieren, Kerne entfernen, Fruchtfleisch fein würfeln.
Knoblauch grob hacken.
Petersilienstängel hacken, Blättchen beiseitestellen.
Toastbrot klein würfeln.

Erdnüsse im Öl rösten, bis sie leicht Farbe angenommen haben. Vorbereitete Zutaten beigeben, bei mittlerer Hitze goldbraun braten.
Würzen, auskühlen lassen.

Alles samt den Petersilienblättchen im Cutter oder Mixer grob hacken.

Kann bis hierher vorbereitet werden!

5 ANRICHTEN
Gut die Hälfte Sofrito auf die angerichtete Suppe streuen, restlichen Sofrito separat dazu servieren.

wenig scharf (Chili und Peperoncino)

Tipps:

  • Die Maiskolben kann man selbstverständlich auch mit dem Grill auf mittlerer Glut rösten.
  • Sofrito passt auch zu kurz gebratenem Fleisch oder Fisch, Blumenkohl, Broccoli, Spargeln oder zu Gemüse-Salaten

Beim Einkauf darauf achten:

  • für diese Zubereitung kommt nur wirklich frischer, prall gewachsener Zuckermais in Frage. Sind die Kolben bereits zu ausgewachsen, werden die Körner beim Grillen trocken und haben dadurch zu viel Biss.
  • wer keine solchen bekommt, sollte sich besser an Dosenware halten, die stets knackig-saftige Körner aufweist – halt eben ohne Röstung!

7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Beautiful soup. Great idea, to grill the corn first. 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. FEL!X sagt:

      Thank you Ronit! Corn attains additional flavour with this «treatment»! Also recommendable for sweet corn salads.

      Gefällt 1 Person

  2. veganundklücklich sagt:

    Stelle ich mir köstlich vor, besonders mit dem Sofrito!
    Das könnte auch etwas für dich sein, glaube ich zumindest.
    Link löschen falls ich ihn nicht setzen darf.
    https://www.arthurstochterkochtblog.com/2021/08/rezept-fur-selbstgemachte-polenta-cremig-aus-frischem-mais-gerostet-im-backofen-spicy-herzhaft-chorizo-ol-pikant.html

    Gefällt 1 Person

    1. FEL!X sagt:

      Sehr schön und besonders willkommen, da ich hier groben Bramata Maisgriess nur aus dem Ausland mitgebracht bekomme! Diese Art Polenta werde ich natürlich probieren.
      Besten Dank für den Link!

      Gefällt 1 Person

      1. veganundklücklich sagt:

        Oh wie toll, dass das etwas für dich ist, danke für das zurück schreiben!

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  3. Susanne sagt:

    Oh, das klingt super. Ich mag Mais sehr. Als Kinder haben wir immer ein paar Kolben frisch vom Feld gemopst und abgeknabbert; naja, heute wird in Reichweite nur Futtermais angebaut, dafür muss ich nichts riskieren ;-).

    Gefällt 1 Person

    1. FEL!X sagt:

      Ha, das haben wir als Kinder auch gemacht!!!
      Hier in Thailand gibt es übrigens eine Variante des Papaya-Salats: «polamai». Dieser enthält auch Maiskörner und deshalb sind Maiskolben hier das ganze Jahr auf dem Markt zu finden.

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