EXQUISIT

Eine Köstlichkeit
die ich stets gerne zubereite braucht nicht viel mehr als grünen Spargel und Rundkornreis wie Carnaroli, Vialone Nano oder Arborio.
Richtig: es geht um einen Spargel-Risotto!

«Exquisit»
wäre meine Bezeichnung dafür, würde man mich fragen. «Ausvorzüglich», «Gaumenkitzel» oder «deliziös» denke ich oft so für mich.
Dabei ist die Zubereitung keine Hexerei, lässt sich sogar vorbereiten.

Das italienische Sprichwort
«Il risotto non aspetta gli ospiti, ma gli ospiti aspettano il risotto»: «der Risotto wartet nicht auf die Gäste, die Gäste warten auf den Risotto» lasse ich so nicht gelten.
Man kann Risotto durchaus halb garkochen, kühlt ihn zugedeckt im Eiswasserbad rasch ab. Zu gegebener Zeit wieder auf dem Herd wird er ganz einfach fertig gegart. Grössere Mengen sollten allerdings nicht in der Pfanne, sondern ausgestrichen auf einem Blech abgekühlt werden.
Alles eine Frage der Organisation, nicht des Wartens!

RISOTTO CON ASPARAGI

Spargel-Risotto
1–2 Portionen als Hauptgericht
4 Portionen als Vorspeise

Einkaufsliste zum Ausdrucken

250 g grüne Spargeln
500 ml Gemüsebouillon 
     die zarten Spargelspitzen ca. 6 cm lang wegschneiden, in der kochenden Bouillon 1–2 Minuten (je nach Dicke) grün blanchieren, in Eiswasser abschrecken, beiseite stellen.
     Rest der Spargeln im unteren Drittel schälen, anschneiden. Spargelstangen klein schneiden und in der Bouillon 20–25 Minuten halb zugedeckt gut weich köcheln lassen.
     Samt der Bouillon im Mixer pürieren und durch ein Sieb passieren um alle faserigen Bestandteile zu entfernen (= ca. 400 g dünnes Spargelpüree).
     Zugedeckt warm halten.

1/2 EL Olivenöl
1/2 EL Butter
1 Frühlingszwiebelchen (oder 1 Schalotte), gehackt
1/2 Knoblauchzehe, gehackt
1 Nelke
1 Lorbeerblatt

     kurz anziehen.

125 g Carnaroli-, Arborio oder Vialonereis
1 kleines Stück Parmesanrinde (nach Belieben)

     beigeben, Reis glasig dünsten.

50 ml Weisswein
     ablöschen und etwas reduzieren.
     Nach und nach das heisse Spargelpüree dazugiessen und unter fleissigem (nicht andauerndem) Rühren zu einem flüssigen Risotto «all’onda» köcheln.
     Warum fleissig? Damit der Risotto sämig wird. Wieso? Das ist hier beschrieben!

1 EL Butter
25 g Parmesan, gerieben
1 EL Grappa al tartufo (getrüffelter Grappa, siehe Tipp)

Salz, Pfeffer aus der Mühle
     unter den fertigen Risotto rühren, abschmecken. Ganze Gewürze und Parmesanrinde entfernen.

1/2 EL Butter
     Spargelspitzen unterdessen gut abtropfen, in der Butter kurz heiss werden lassen. Auf dem Risotto anrichten.

nicht scharf

Tipps:

  • warum grüne Spargeln schälen: die Schalen enthalten Bitterstoffe, die beim Kochen (20–25 Minuten) deutlich wahrgenommen werden. Ausnahme: Spargelfond, für welchen die Schalen lediglich 1 Minute gekocht werden dürfen!
  • Parmesanrinde? Ja, hilft ebenfalls zur Sämigkeit
  • «all’onda»: wenn man den Teller neigt, bewegt sich der Reis wie eine Welle von einem Rand zum anderen
  • getrüffelter Grappa ist, wie der Name sagt, ein mit Trüffeln aromatisierter Grappa. Meiner stammt aus dem Piemont, genauer aus Piobesi d’Alba, einem kleinen Ort in der Provinz Cuneo. Er ist nicht unbedingt zum Trinken bestimmt, vielmehr aromatisiert er verschiedenste Gerichte gar wunderbar

    Weitere Spargelrezepte:
    Geflügelstreifen mit Spargel und Broccoli
    Gemüse-Tarte mit Spargel, Kefen und Tomaten
    Grüner Spargel mit seinem Pesto
    Marinierte Spargeln mit Anis
    Morchel-Spargel-Pasta
    Pasta-Gratin mit Fisch und Spargel
    Pasta-Spargel-Sprossen-Salat
    Pouletschenkel mit weissem Spargel «en papillote»
    Rahm-Schaumsauce zu Spargeln
    Schwarze Spaghetti mit Spargel und Crevetten
    Spargel-Raviolo

    4 Kommentare Gib deinen ab

    1. Toettchen sagt:

      Das hört sich sehr gut an. In der Einfachheit zeigt sich oft der unverfälschte wahre Geschmack.

      Gefällt mir

    2. auch ich würde dein Spargel-Risotto als exquisit bezeichnen – ohne dass ich es probiert habe 😉
      diese unglaublich grüne Farbe begeistert mich und Trüffel-Grappa macht mich neugierig… ich werde mich auf Trüffelsuche begeben

      Gefällt mir

    3. Felix sagt:

      … und dieser kommt hier wirklich voll zur Geltung!
      Danke und Gruss aus Fernost zum Hohentwiel,
      FEL!X

      Gefällt mir

    4. Felix sagt:

      Unbedingt probieren!!!
      Der Grappa al tartufo ist vielseitig einsetzbar, beispielsweise ein paar Tropfen auf kurz gebratenem Fleisch, in einer Polenta, an Pilz- und Kartoffelgerichten, im Käse-Fondue, usw.

      Gefällt mir

    Schreib doch was!

    Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

    WordPress.com-Logo

    Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

    Google+ Foto

    Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

    Twitter-Bild

    Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

    Facebook-Foto

    Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

    Verbinde mit %s