YAM PLAA GRA-PONG

[Dieser Beitrag enthält Werbung im weitesten Sinn, weil ich im Rezept Sardinen der Marke BO TAN abbilde. Ich werde weder vom Hersteller noch von Lieferanten dafür honoriert!]
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«Yam»
ist die Bezeichnung für all die feinen Salätchen hier in Thailand, «plaa» heisst Fisch und «gra-pong» ist eine (Konserven-)Dose. Plaa gra-pong ist demnach Fisch aus der Dose, genauer: Sardinen, und zwar nicht jene im Öl, sondern in Tomatensauce.







«Damit kann man
einen leckeren Salat zubereiten!», sagt man mir augenrollend beim Bezahlen eines ganzen Kartons dieser (billigen!) Tomatensardinen. Ich nicke zustimmend, verschweige jedoch feige, dass die Dosen als spezielle Leckerbissen für meinen Kater Caramel bestimmt sind, denn dies wäre sofort ein Grund, mich als «farang dingdong», als verrückten Ausländer zu betrachten: der feine Dosenfisch als Katzenfutter, tz-tz-tz.

Dass beides zutrifft,
kann einerseits Caramel bestätigen, der ganz wild auf diese Dosenware ist (sie aber nur selten und als Belohnung bekommt), und ab heute auch ich, denn nun habe ich endlich einmal Tomatensardinen als Salat genossen – auch für mich wirklich ein Leckerbissen.

Auf den Geschmack gekommen
bin ich durch Khun Chart, der mich gefragt hat, ob er aus einer oder zwei dieser Büchsen einen Salat zubereiten soll. «Ja, selbstverständlich gerne!», ermutige ich ihn.

Schnell sind
zwei Dosen geöffnet. Chart trennt die Sardinen in zwei Hälften, entfernt gleichzeitig den weichen Mittelgrat und gibt den Inhalt in ein Pfännchen. «Kochst du die jetzt?», frage ich. «Nur etwas wärmen, meine Mutter hat das immer so gemacht!»
Meine Aufgabe ist, Zitronengras aus dem Garten in feinste Ringe, Schalotten und Knoblauch in Streifen zu schneiden. Ebenfalls Chilischoten und Limettenblätter. Ein Büschelchen Koriander samt den Stängeln hacken. Alles kommt zu den Fischlein, abgeschmeckt wird lediglich mit dem Saft einer halben Limette. Fertig!

Wie alle Salate
wird auch Yam plaa gra-pong mit Reis gegessen. Wunderbar!

YAM PLAA GRA-PONG

Würziger (Dosen-)Sardinensalat
authentisches Thai-Gericht
2 Portionen, bei mehreren Personen mit weiteren Thai-Gerichten servieren

Einkaufsliste zum Ausdrucken

2 Ds. Sardinen in Tomatensauce à 155 g
2 St. Zitronengras, weisse Teile in feinen Ringen
2 Schalotten, in Lamellen
2–3 Knoblauchzehen, in Stiften
2–?? Chilischoten rot und grün, in feinen Ringen
2–3 Limettenblätter, in haarfeinen Streifen
1 Büschelchen Koriander, Blättchen samt Stängeln fein gehackt
1 EL Limettensaft (Limettenpresse!)

Zubereitung siehe oben!

mittelscharf (je nach Anzahl Chilis!)

Mit Jasminreis und – bei mehreren Personen – mit weiteren Thai-Gerichten servieren.

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Herrlich Deine kleine Geschichte dazu. Stelle mir Chart vor, als er das „Katzenfutter“ bemerkt.
    Ich werde mal schauen ob ich diesen speziellen Thunfisch hier bekommen kann. Gruss aus Germany

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  2. Felix sagt:

    Es sind Sardinen, liebe Brigitte, nicht Thunfisch. Und es sollten nur Sardinen und Tomaten in der Konserve sein, keine Gewürze: es gibt in EU nämlich auch welche mit Zwiebeln, Kapern und so, diese sind nicht gemeint!
    Best regards from Far East,
    FEL!X

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  3. Cooketteria sagt:

    *lach* Letztes Jahr habe ich eine solche Dose Sardinen im Asialaden mitgenommen, weil mein Hund völlig verrückt nach Dosenfisch ist. Die müsste immer noch irgendwo herumstehen, weil ich mich bis heute nicht getraut habe, sie zu öffnen. Nach dem höllisch stinkenden Erlebnis mit fermentiertem Mudfish aus Vietnam (?), traue ich keiner Fischkonserve mehr. Aber jetzt kann ich ja beruhigt auf die Suche gehen. 🙂

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  4. Houdini sagt:

    Ja, wir haben ein paar Dosen ähnlicher Art im Vorrat, ohne Hund und Katz, aber als „Notvorrat, hat grad nichts da aber möchte essen“. Als Salat muss das durch mich erst probiert werden, Meow kennt es, macht den Yam ….. 😉

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  5. Anonym sagt:

    Cool! Salat mit Dosenfisch gab's bei uns letzte Woche und der Post folgt übermorgen 🙂 Great minds think alike! 😉
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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  6. Basler Dybli sagt:

    Wie du weisst kannst du mich mit Sardinen nicht locken. Macht nichts.
    Den Begriff «farang dingdong» habe ich vor wenigen Tagen live vor Ort das erste Mal gehört – zum Glück nicht über mich ;-). Ich habe herzlich gelacht, als ich deinen Post gelesen habe.

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  7. Felix sagt:

    Nur zu! Mit fermentiertem Fisch hat das nichts zu tun!

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  8. Felix sagt:

    Also dann: hoch die Dosen!

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