ROTE KNOLLE

Auf der Suche
nach etwas ganz anderem bin ich darauf gestossen. Die freundliche Angestellte in einem dieser Geschäfte mit breitem Angebot (vor allem für Hotels) hat wahrscheinlich nicht so richtig verstanden, wonach ich gefragt habe und kramte aus der Kühlvitrine Sack um Sack hervor. Statt den kleinen Kartöffelchen entdeckte ich dafür unansehnliche, dreckige Knollen und war hoch erfeut, diese als Randen zu erkennen. Sie stammen hier, wie viele Gemüsesorten, die gemässigtes Klima benötigen, aus Chiang Mai (Nordthailand), wie mir die Verkäuferin versichert.

Schon in der Schweiz
habe ich Randen, Rote Rüben oder Rote Bete (d), Beetroot (e), gerne zubereitet, sei es als Süppchen oder als Salat. Dafür bevorzuge ich das rohe Gemüse, weil die bereits gekocht gekauften Randen einfach keinen Biss mehr haben.

Schälen und Schneiden
der stark färbenden, roten Knollen scheue ich nicht, denn es gibt einen Trick, wie man auch ohne Gummihandschuhe keine roten Hände bekommt: diese vor dem Verarbeiten von Randen mit etwas Speiseöl einreiben. Danach die Hände gründlich mit Seife waschen.

Süppchen oder Salat?
Beides ist lecker! Mein Blick fällt auf einen Bund frischen Dill – damit und mit ein paar Essiggurken werde ich mir einen Randensalat zubereiten!

RANDENSALAT MIT DILL

4 Portionen als Beilage oder Vorspeise

Einkaufsliste zum Ausdrucken

4 EL Olivenöl
1–2 Schalotten, gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt

     kurz anziehen.

600 g Randen (Rote Bete), roh
     schälen, in 1 cm grosse Würfel
     schneiden, beigeben und gut mitdünsten.

Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/2 TL Korianderpulver, frisch gemahlen
wenig Nelkenpulver

     würzen.

50 ml kräftige Gemüsebouillon (oder Wasser mit 1 TL Gemüsebouillon-Konzentrat)
50 ml Aceto balsamico rosso
     ablöschen, zugedeckt auf kleinem Feuer ca. 20 Minuten köcheln lassen.
     Das Gemüse soll noch etwas Biss haben.

1 TL Senf, mittelscharf
     darunter rühren, auskühlen lassen.

4 Essiggurken (ca. 125 g)
1 B. Dill

     Gurken in kleine Würfel schneiden, Dillspitzen fein hacken und unter die Randenwürfel mischen.

nicht scharf

Tipp: Als Vorspeise Nüsslisalat (Feldsalat) mit etwas Salatsauce mischen, anrichten und den Randensalat dazugeben.

Übrigens: der in Randen enthaltene, stark färbende Pflanzenfarbstoff Betanin hat keine blutbildenden Eigenschaften, wie lange Zeit angenommen wurde, er ist nur für schwer zu entfernende Flecken verantwortlich.

[Foodbild aktualisiert 07/2018]

Schreib doch was!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s