KNUSPRIG, SAFTIG: WUNDERBAR!

Krustenbraten
habe ich schon auf sehr viele Arten zubereitet. Manche schwören auf eine bestimmte Marinade, andere lassen nur die Methode «Schwarte nach unten» gelten.

Knuspriger geht’s nicht mehr!
Seit ich diesen leckeren Schweinsbraten auf Meersalz bei aufsteigender Temperatur ausprobiert habe, bereite ich ihn nur noch so zu.

Krustenbraten_tranchieren

KRUSTENBRATEN AUF MEERSALZ

4–6 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

1,2 kg Schweinsnierstück mit Fett und Schwarte
……Schwarte quer in möglichst kleinen Abständen (ca. 0,5 cm) mit einem blitzscharfen Messer einschneiden, und zwar so, wie der Braten später tranchiert wird, siehe auch Tipp.

Thymianblättchen, getrocknet
……darüberstreuen «einmassieren», so verschwinden fast alle Blättchen in den Schnitten!

Barbecue Gewürzmischung Krustenbraten_marinieren
Rosmarinnadeln, gehackt
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Knoblauchzehen, ausnahmsweise gepresst
Senf, mittelscharf
……Fleisch umdrehen, von allen Seiten würzen und mit Senf bestreichen, dabei die Fett-Schwarten-Seite frei lassen.

Backpapier
……in eine ofenfeste Form oder ein Blech legen.

Meersalz–grob

ca. 350 g grobes Meersalz
……darauf verteilen.
……* (wie auf dem Bild ersichtlich, gibt es hier Meersalz, welches nicht blütenweiss gereinigt ist und sich daher für Zubereitungen dieser Art gut eignet)

……Braten mit der Fleischseite nach unten auf das Salz setzen.

Krustenbraten_Marinade

Kann bis hierher vorbereitet werden!

……Backofen auf 150 °C (O+U) vorheizen.

  • Braten in der Ofenmitte 30 Min backen
  • Temperatur auf 175 °C stellen, weitere 30 Minuten garen
  • Temperatur auf 200 °C stellen, weitere 30 Minuten garen
  • Temperatur auf 225 °C stellen, weitere 30 Minuten garen

……Braten entlang den Einschnitten tranchieren.
……Dazu passt ein Kartoffelgericht, Knödel usw.

c39cc-chili_0 nicht scharf

Tipps:

  • wenn das schärfste Messer zum Einschneiden der Schwarte nicht scharf genug ist, geht es mit einer Rasierklinge bestimmt besser
  • Schwarte nicht kreuzweise einschneiden, sie wird so kross, dass sonst das Tranchieren sehr schwierig wird
  • in Folie verpackt und im Kühlschrank aufbewahrt, schmeckt der Braten auch am nächsten Tag kalt, z.B. mit Senf oder einer Sauce Remoulade. Die Kruste bleibt ziemlich knusprig

Zur Information:
dieser Krustenbraten hat nichts mit dem thailändischen «Muu yaang» oder «Muu grob» zu tun, deren Zubereitung eine ganz andere ist und überdies aus einem anderen Fleischstück besteht.

14 Kommentare Gib deinen ab

  1. Da Monsieur ein grosser Fan von Krustenbraten ist, bin ich immer noch auf der Suche nach DEM perfekten Rezept, es scheint, dass ich es nun bei dir gefunden habe. Wird ausprobiert!

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    1. FEL!X sagt:

      Ihr werdet – wie ich – BEGEISTERT sein!

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  2. turbohausfrau sagt:

    Wow! Und ich seh das direkt nach meinem ägyptischen Schweinefleischentzug. Der Braten schaut dermaßen gut aus, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft.

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    1. FEL!X sagt:

      Nicht nur ausschauend, auch leckerseiend!!!

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  3. Friederike sagt:

    genau so mag ich Schweinsbraten, mit ordentlicher Knusperschwarte!! Ich esse nur mehr wenig Fleisch, aber ich werde deine aufsteigende Temperatur-Methode im Hinterkopf behalten!
    lg

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    1. FEL!X sagt:

      Das Resultat überzeugt auf jeden Fall!

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  4. Sigi sagt:

    Genauso schmeckt es…Knusprig, saftig. einfach wunderbar. Dreimal getestet, mit Schweinesaftbraten. Spanferkel und Schweinebauch. Auch am nächsten Tag ist die Kruste sogar kalt noch knackig und köstlich. Ganz leicht lässt sich die jeweilige Schwarte/Haut mit einem Einmal-Skalpell zuschneiden (In jeder Apotheke für wenig Geld erhältlich,, klappt auch wunderbar bei Entenbrust und Co)
    Dieses famose Rezept darf sich nächste Woche an einer Bauernente erproben…Werde berichten
    Danke

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    1. FEL!X sagt:

      Schön, dass ich dich damit inspirieren konnte!
      Und für die Ente: gutes Gelingen – freue mich auf deinen Bericht!

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  5. Sigi sagt:

    Anstelle der geplanten Ente wurde junge Weidegans (knapp 4kg) nach deinem herrlich entspannten Rezept zubereitet. Auf das Salzbett kamen einige Orangen- und Mangoscheiben, Die Gans für 1,5 St bei 160 Grad, 2 St bei 180 Grad und ca. 30-45 Min bei 225 Grad.Als Beilage gab es Folienkartöffelchen und Rosenkohl, die praktischerweise im letzten Drittel der Bratzeit via Alufolie mit auf das Salzbett durften. Unsere Gäste waren ob der saftig-knusprigen Gans begeistert (das Fett verblieb im Salz, Keule und Brust zart), einzig das Sösschen musste seperat zubereitet werden,
    Felix, nochmals Danke für deine Rezepte

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    1. FEL!X sagt:

      Es freut mich, dass auch die Gans mit dieser Methode gut gelungen ist!
      Unterdessen habe ich eine Ente in der selben Art zubereitet (ich habe dir vorab eine Mail geschickt!). War ebenfalls überaus lecker!

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  6. Anny Gafner sagt:

    Hallo Felix, bin auf Dein Krustenbraten Rezept gestossen. Kleine Frage: warum das Fleisch Stück auf Meersalz stellen? Somit geht der beim braten entstehende Fond verloren, denke ich. Ist die Qualität des Bratens so hervorragend, dass man auf den Verlust des Saucen Ansatzes verzichten kann? Es liegt mir nicht daran, die Güte oder Kochart anzuzweifeln, wollte bloss wissen. Der Braten – wunderbar fotografiert und sehr gluschtig – sollte eigentlich überzeugen, aber… Vielen Dank für die wunderbaren Rezepte und bitte, nicht übelnehmen aber trotzdem wäre ich dankbar für einen entsprechenden Saucen-Hinweis. Merci villmoll.

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    1. FEL!X sagt:

      Danke Anny für deinen Kommentar!
      Das meiste Fett wird wohl schon im Salz landen – ich wollte damit einfach einmal eine etwas «entfettete» Zubereitung ausprobieren.
      Wenn ein Schweinsbraten mit Sauce gewünscht wird, würde ich dann eher dieses Rezept empfehlen:
      https://felix.kitchen/2018/01/16/schweinssteak-im-roemertopf/
      oder aber den Marsalabraten, der allerdings ebenfalls mit einem anderen Stück vom Schwein zubereitet wird:
      https://felix.kitchen/2013/12/17/hervorgekramt-3/
      Mit besten Grüssen aus Fernost, Felix

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      1. Anny Gafner sagt:

        Hallo Felix, haha, ein wunderbarer Braten ist entstanden und hat meinen Anhängern des besten ‚crackling‘ ausgezeichnet gemundet. Ich habe mit meinem Enkel (12 J.) jeden Mittwoch ein Gemeinschafts-Kochen – meist etwas limitierte Zeit und so haben wir beschlossen, während den Schulferien ein richtiges 3 Gänge Menu zu servieren, eben mit einem Schweinsbraten mit super crackling. Und es ist gelungen. Da wir auch Saucenfans in der Familie haben – ‚es Teichli im Härdöpfelstock‘ – habe ich halt eine Sauce mit Gehacktem gemacht und dann gibt’s halt grad noch ’spag bol‘ irgendwann in den nächsten Tagen. Alles hat sehr guten Anklang gefunden und hat mich, als eher Anhängerin der Niedergar Temperatur – überzeugt, dass man halt eben das Glück hat, verschiedenen Methoden huldigen zu können.  Noch etwas in Sachen Schweinefleisch: ist schon verrückt – alles wird hier teurer, aber Schweinefleisch ist fast skandalös billig – pork shoulder zu £2.50 / £2.68 /kg – was bleibt da noch für die Bauern??? Vieles stimmt hier nicht im UK und immer noch weisen die verschiedenen Politiker drauf hin, dass wir ‚the best of everything‘ haben!!!! Tja, wir sind ja die Ausländer hier, und wenn’s uns nicht passt, könnten wir ja verreisen…. aber andere Sachen gefallen uns, und ein Paradies auf Erden scheint wahrscheinlich nicht zu existieren! Somit wünsche ich Dir schöne Ostern – und nochmals vielen Dank für eine wunderbare Rezeptsammlunng. Bewundere die Effizienz, wie alles geordnet und beschrieben ist – grossartig. Liebe Grüsse Anny

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      2. FEL!X sagt:

        Liebe Anny
        herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Es freut mich natürlich besonders, dass du diese Zubereitung ausprobiert hast, obwohl du zuvor schon den Mangel an Sauce bedauert hast. Aber du hast dir ja zu helfen wissen – well done!
        Hier in Thailand ist es mit dem Schweinefleisch genau umgekehrt: es wurde tonnenweise in Kühlhäusern zurückgehalten, damit die Preise steigen (fast auf das Doppelte!). Ein Riesen-Skandal, Polizei und Regierung haben eingegriffen! Aber das Resultat: die Preise bleiben hoch, die Grossverteiler packen jetzt einfach geringere Mengen ab – selbstverständlich zum selben Preis!
        Du siehst, auch hier ist es nicht immer das Paradies!
        Ich freue mich, dich auch weiterhin mit meinen Rezepten zu inspirieren.
        Mit besten Grüssen aus Fernost, Felix

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