MUU MA-NAO

Ein weiteres
meiner absoluten Thai-Lieblingsgerichte ist «muu ma-nao». Muu = Schwein, ma-nao = Limette. Dünn aufgeschnittenes, kurz gegartes Schweinefleisch, mit einer erfrischenden Sauce aus Limettensaft und reichlich Chili serviert.
Im Restaurant bestellt, kommt es überall verschieden zubereitet daher. Meistens aber derart blitzscharf, dass sich mir – als durchaus Chili-Erprobter – lodernde Flammen wie Laser durch die Schleimhäute bohren und als Tornado über die Nervenstränge ins Hirn fahren, bis alle guten Geister aus dem Kopf rasen, und mich tränenüberströmt und nach Atem ringend zurücklassen*.

Wenn ich muu ma-nao
selbst zubereite, ist es nicht ganz so scharf. Ausserdem serviere ich es als Single Dish, also ohne weitere Gerichte, dafür mit etwas Gemüse und den ganz dünnen, feinen Reisnudeln «sen-mii».








MUU MA-NAO      
หมูมะนาว

Schweinsfilet mit Limetten
nachempfundenes Thai-Gericht
2 Portionen als Hauptgericht

Einkaufsliste zum Ausdrucken

2 EL Limettensaft (Limettenpresse!)
1,5 EL Fischsauce
1 EL Palmzuckersirup (oder 2 TL Zucker)
3–4 rote Chilischoten, entkernt, gehackt
1 Büschelchen Koriander, Wurzel samt Stängeln fein gehackt (nach Belieben)
1 Knoblauchzehe, in feinen Scheibchen (Trüffelhobel!)

Reisnudeln einweichen

     mischen, der Geschmack soll sich zwischen süss, sauer, salzig und scharf bewegen.

80 g feine Reisnudeln («sen-mii»Rice Vermicelli, nicht zu verwechseln mit Glasnudeln aus Soja)
     in lauwarmem Wasser 10 Minuten einweichen.

150 g grüne Bohnen
     im Dampf 3–4 Minuten garen, in Eiswasser abschrecken.

Fleisch und Bohnen vor dem Garen

200 g Schweinsfilet
     in ca. 1/2 cm dünne Tranchen schneiden. Auf einem tiefen Teller im Dampf 5–6 Minuten garen. Entstandene Flüssigkeit abgiessen, 1 EL davon zur Chilisauce geben. Restliche Flüssigkeit und Fleisch zugedeckt beiseite stellen.

1 EL Reisöl
2 Knoblauchzehen, gehackt

     im Wok auf kleinem Feuer goldgelb braten. Herausnehmen.

1 TL Sojasauce
     samt 1 EL der Fleischflüssigkeit und den abgetropften Reisnudeln zum verbleibenden Öl geben, unter Rühren kurz fertig garen. Nicht anbrennen lassen!
     Auf 2 Tellern anrichten, den gebratenen Knoblauch darüber geben.
     Bohnen gut abtropfen, daneben anrichten. Fleisch darüber geben, mit gut der Hälfte der Sauce beträufeln.

einige Zweige Pfefferminze
     abgezupfte Blättchen darüber streuen.

Restliche Sauce separat dazu servieren.

ziemlich scharf

Tipp: Knoblauch nie zu stark braten, sonst wird er bitter.

* A propos blitzscharf:
In einem Restaurant, in dem ausschliesslich authentische, nicht den Touristen angepasste Gerichte serviert werden, kann ich es mir jeweils nicht verkneifen, «muu ma-nao» zu bestellen.
Als Folge quellen mir beim Essen dicke Tränen aus den Augen und meine Nasenflügel beben.
Ein kleines Mädchen vom Nachbartisch sieht dies, sagt etwas zu ihrer Mutter, worauf die ganze Runde wie auf Kommando zu mir herüber sieht und lacht. Auf meinen fragenden Blick erklärt mir die Mutter, was ihre Tochter gefragt hat, nämlich «Mama, warum weint dieser Mann?»
(Bereits hier darüber berichtet!)

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Anonym sagt:

    Drei bis vier rote Thai-Chilis sind für meinen Geshcmack schon recht scharf… 😉
    Klingt nach einem perfekten Hochsommer-Essen!
    Liebe Grüße aus dem ewig kalten Hamburg,
    Eva

    Gefällt mir

  2. Felix sagt:

    3–4 Chilis: der Zucker macht sie etwas «bräver»!
    Hochsommer ist hier praktisch das ganze Jahr über…
    Mit besten Grüssen von 28 Grad (19:30 Uhr),
    FEL!X

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