GURKEN-DILL-SENF

am

Senf selber zubereiten
ist ganz einfach. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt, mit verschiedenen Aromen zu spielen macht richtig Spass.

Einige Grundregeln
gilt es allerdings zu beachten, damit das Resultat auch wirklich schmeckt, siehe nachstehend in den Tipps.

Hier ein süss-scharfer Senf mit Gurken und Dill, leicht gesüsst mit Honig.


Die Biene auf der Gurke sitzt, den Honig hab‘ ich ihr stibitzt!
© Bild Biene: linsenfutter

GURKEN-DILL-SENF MIT HONIG
süssscharf

für ca. 800 g

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Thermometer zum Messen der Temperatur 

ca. 600 g kleine Freilandgurken (von grösseren Exemplaren etwas mehr)
1 EL Salz

1 Gurken samt Schale längs vierteln.
· Falls die Kerne schon ziemlich ausgebildet sind: mit einem Löffel entfernen.
· Kleine Gurken mit geringem Ansatz von Kernen so belassen.
Schliesslich grob würfeln und abwiegen: es werden 600 g benötigt.
In einer Schüssel mit dem Salz mischen, 20 Minuten ziehen lassen.
In einem Sieb kalt überbrausen und gut abtropfen lassen.
Es verbleiben ca. 500 g Gurkenwürfel.

250 ml Weissweinessig
1 EL Zucker

2 ZUBEREITEN:
Gurkenwürfel mit Essig und Zucker halb zugedeckt ca. 20 Minuten weich garen und auf 70% (ca. 550 g) reduzieren.

1 grosser Bund Dill

3 zarte Zweige samt den Stielen hacken (von Dill mit dicken Stängeln lediglich die Spitzen zupfen), es sollte etwa 1 Tasse voll ergeben.
Mit den Gurken mischen. Im Cutter oder Mixer pürieren.
Auf 40 °C abkühlen lassen (Thermometer).

50 g Honig, flüssig

beifügen, allenfalls mit etwas Salz abschmecken.

200 g feinstes Senfpulver

beigeben, mischen.
In einer Glas- oder Porzellanschüssel mit einem Tuch zugedeckt über Nacht in der Küche stehen lassen.

4 In 4 blitzsaubere Gläser à 200 ml füllen und 1–2 Wochen ziehen lassen.
Einmal geöffnet im Kühlschrank aufbewahren.

ziemlich scharf

Tipps und Grundregeln:

  • Senfpulver: alle Angaben beziehen sich auf die Verwendung von feinem, englischem Senfpulver, siehe hier. Andere Qualitäten oder selber gemahlene Senfkörner erfordern möglicherweise andere Flüssigkeitsmengen
  • Schärfe: gemahlene Senfkörner weisen noch keine Schärfe auf, diese entsteht erst bei der Herstellung in saurem Milieu (Essig). Weisse (=gelbe) Senfkörner ergeben milderen Senf, als brauner bzw. schwarzer Senf
  • Temperatur: Senfpulver sollte nicht über 50 °C erhitzt werden: die bei der Herstellung gebildeten Produkte (Allylsenföl und das scharfe Isothiocynat) sind entweder leicht flüchtig oder zersetzen sich unter Hitze an der Luft rasch und es können sich Bitterstoffe bilden. Dies ist oft der Fall, wenn Senfkörner selbst gemahlen werden.
  • Konsistenz: je grösser der Anteil an flüssigen Zutaten, desto mehr Senfpulver braucht es logischerweise, um eine cremige Konsistenz zu erreichen und umso schärfer wird dadurch die Zubereitung. Eine dickere Konsistenz mit weniger Senfpulver erhält man, wenn feste Zutaten mit ins Spiel kommen und diese wie oben beschrieben mit dem Essig etwas eingekocht werden. Dafür eignen sich auch Banane, Fenchel, Papaya, Melone, Mango und vieles mehr.

Weitere Senfsorten:
Apfel-Sellerie-Senf
Bananen-Senf mit Curry und Kokosnuss
Bananen-Senf mit Erdnüssen
Fenchel-Senf mit Honig
Karotten-Senf mit Orange und Gewürzen
Mandarinen-Senf mit Estragon
Mango-Senf
Melonen-Senf mit Basilikum
Papaya-Senf
Quitten-Senf
Trauben-Dattel-Senf


Die Biene auf der Gurke sitzt,
das Bild dazu hab‘ ich stibitzt!
Das Bild der Biene habe ich selbstverständlich nicht stibitzt: es wurde mir von linsenfutter zur Verfügung gestellt.

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Linsenfutter sagt:

    Sehr schön geworden.
    LG Jürgen

    Gefällt 1 Person

  2. turbohausfrau sagt:

    Du bist echt der Senf-König unter den Foodbloggern! Auf solche Ideen kommt nicht schnell jemand.

    Gefällt 2 Personen

    1. FEL!X sagt:

      Danke Susi!
      Ich mag einfach immer wieder mal einen anderen Senf! Der eine passt zu Schinken, ein anderer zu Wurst oder Käse. Ich verrate dir hier meinen Lieblingssenf: MANGO! 🤫

      Gefällt mir

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